Die Kirche & die Krypta
Geschichte und Architektur:
Die erhöht am Ort stehende Saalkirche „St, Marien“ von Gräfenthal wurde erstmals 1340 und 1461-63 mit dem Chorbau als Wallfahrtskirche erwähnt.
- 1518 und 1554 erfolgten nach Brandschäden Reparaturarbeiten
- 1722 – 1724 unter Beibehaltung des Turmes Errichtung eines neuen Kirchenbaus
- 1840 und 1913 – 1916 Renovierung und Ausmalung
- 1972 letzte Raparaturen
Das rechteckige massive Kirchenschiff wurde schräg an die Südostseite des älteren Turmes mit Durchfahrt (Bestandteil der ehemaligen Stadtmauer) angebaut und besitzt im Innenraum eine dreigeschossige umlaufende Empore mit Balusterbrüstung. Den Abschluss bildet eine Flachdecke mit Ölgemälde zu Christi Himmelfahrt. Der mit 1726 datierte Kanzelaltar von Johann Jeremia Daniel zeigt reiche naturalistische Aussschmückungen.
An den Chorwänden finden sich aufgereiht die Grabsteine der Familie von Pappenheim, welche 1840 teils farbig neu gefasst wurden. Die Männer in Rüstung, die Paare knieend vor Kruzifix; östlich 1563; nördlich 1575 und 1561/83. Der Turm mit kleinen spätgotischen Maßwerkfenstern ist mit 1518 beziffert und besitzt eine barocke Haube und eine Durchfahrt.
Die Krypta mit den Wandmalereien:
Unter dem Chor befindet sich eine kreuzgratgewölbte Grablege (Krypty) der Familie der Reichsmarschälle von Pappenheim mit einer einzigartigen Gewölbemalerei des 15. Jahrhunderts in Seccomalerei. Die Familie der Pappenheimer waren von 1438 bis 1621 auf dem Gräfenthaler Schloss Wespenstein ansässig.
Die Aussagen Malerei in Ornamentierung und vielfältigen Einzelszenen sind kunsthistorisch bisher unerforscht.
Hierfür ist eine restauratorische Konservierung nötig, die gestartet werden konnte, aber für ihre Fortsetzung im Jahr 2010 finanzielle Mittel entbehrt.
Dringend gesucht sind Interessenten und Freunde mittelalterlicher Kunstschätze zur Unterstützung.
Spenden sind herzlich willkommen auf folgendes Konto:
Evangelische Kirchgemeinde Gräfenthal
Kto.Nr.: 370754 BLZ: 80350303
Sparkasse Saalfeld/Rudolstadt
Stichwort/Verwendung: Erhaltung Seccomalerei

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